BOUND TO PREVAIL - Enthroned In Torment
Tracklist:
- The Nevergod
- Into the Depths
- Defier of Empires
- Consecrated Perdition
- Atone in Blasphemy
- Dawn of Emptiness
- Tomb of the Graveless
- Enthroned in Torment
VÖ: 07.01.2026
Label:
Lethal Scissor Records
Genre: Death Metal
Herkunft: Malta
Lineup:
Keith Fenech – Guitars
Kevin Mifsud – Bass
Alan Briffa – Vocals
Jean Vella – Guitars
Mark Farrugia Sant’Angelo – Drums
Mit "Enthroned In Torment" veröffentlichen die Malteser BOUND TO PREVAIL ihr Debütalbum. Neulinge sind die Herren um Frontman Alan Briffa allerdings nicht. Sehr schnell nach der Gründung im Herbst 2014 hatte man den lokalen Underground aufgemischt und konnte sich als Support für Bands wie MAYHEM, FLESHGOD APOCALYPSE oder VADER etablieren. Nun geht man also den nächsten Schritt mit der Veröffentlichung des Albums. Ich bin gespannt.
Wir steigen in das Album ein mit "The Nevergod". Eine mitreißende Mid-Tempo-Nummer, die brutales und sehr abwechslungsreiches Riffing bietet. Man merkt den
Jungs richtig an, dass sie Spaß an dem haben, was sie tun. Der einzige, winzige Negativpunkt ist die leider missglückte Snare, die leider klingt wie Lars
Ulrich auf St. Anger. Aber das ist meckern auf sehr hohem Niveau.
Mit "Into The Depths" zeigen BOUND TO PREVAIL was sie songwritersisch drauf haben. Extrem komplexer Songaufbau, mit halsbrecherischen Gitarrenläufen und
dabei klingt der Song niemals konstruiert. Bei aller Komplexität fließt der Song flüssig ins Ohr. Hut ab. Hier wird nicht "einfach nur" dem klassischen Death
Metal gefönt, man zeigt einen eigenständigen Stil. Erstes Highlight auf dem Album.
"Defier Of Empires" ist ähnlich komplex wie der Vorgänger, allerdings ist er für mich leider etwas sperrig. Der Song hat sehr geniale Parts, die aber bedauerlicherweise nicht so ganz zur Geltung kommen, da sie sehr schnell und abrupt vom nächsten Part abgelöst werden. Das führt zu der Wahrnehmung, dass der Song sich selbst unterbricht. Schade. Dafür kommt jetzt aber "Consecrated Perdition". Der Song wurde bereits als Single veröffentlicht und ist jetzt zur Abwechslung ein Song, der keine Gefangenen macht, sondern einfach voll losgeht. Nackenschmerzen sind schon mal vorprogrammiert.
"Atone In Blasphemy" beginnt erst atmosphärisch um dann in einen langsamen, sumpfingen Death-Metal-Brecher überzugehen. Düster und bedrohlich wälzt sich "Atone In Blasphemy" über den Zuhörer und hinterlässt kahle Verwüstung. Genialer Song, ein weiteres Highlight. Und die hinterlassene Verwüstung wird dann sogleich mit der Dampfwalze "Dawn Of Emptiness" plattgewalzt. Der Song sägt sich mit genialen Riffs durchs Hirn und bleibt dabei doch sehr abwechslungsreich. Man spielt gekonnt mit Tempi-Wechseln, die den Song immer spannend halten. In die gleiche Kerbe schlägt dann auch "Tomb Of The Graveless". Der Song erhebt sich erst wie ein Untoter schleppend und träge aus seinem Grab um dann ein messerscharfes Riff nach dem anderen loszufeuern. Hier kommt auch wieder die Vorliebe für komplexere Songstrukturen zum Vorschein. Der Song bietet sehr viel Abwechslung und bleibt bis zur letzten Sekunde spannend.
Kommen wir nun zum Abschluss und zum Titelsong "Enthroned In Torment". Es wird sehr progressiv und komplex. "Enthroned In Torment" verinnerlicht nochmal alles, was BOUND TO PREVAIL ausmacht und was die Malteser bisher auf dem Album gezeigt haben. Ein sehr gelungener Abschluss eines sehr guten Debütalbums. Von mir eine klare Kaufempfehlung für alle, die modernen Death-Metal lieben.
BB
8 / 10