IN VIRTUE - Age Of Legends
Tracklist:
- Ascent Glorious
- Sisyphus Awakening
- Karma Loop
- Push That Rock
- Purgatory
- Exposed
- Scream
- Where The Edges Meet
- Gunslingers of the New American Desert
- Desolation Throne
- Thoughts in Freefall
- The River
- Tempus Fugue
- Descent Limitless
VÖ: 21.11.2025
Label: Eigenproduktion
Genre: Progressive Metal
Herkunft: USA
Lineup:
Vocals, Guitar: Trey Xavier
Guitar: Rami Khalaf
Bass: Jamie Hush
Keyboard: Alex Nasla
Drums: Bruno Valverde
Guests:
Charlotte Wessels, Chaney Crabb, Dave Davidson
16 Jahre (in Worten: sechzehn!!) hat es gedauert, bis IN VIRTUE uns mit einem neuen Album verwöhnen. "Age Of Legend" ist ein Konzeptalbum, das sich mit Sisyphus und dessen Verlangen nach Vergebung durch sich selbst beschäftigt.
Musikalisch ist "Age of Legends" ein echter Genre-Mix: IN VIRTUE kombinieren Progressive Metal, Power Metal, Groove, melodischen Death Metal und sogar
Pop-Elemente. Das macht das Album stilistisch sehr abwechslungsreich.
Besonders auffällig sind die unterschiedlichen Klangfarben: Es gibt sowohl cleane Gesänge als auch harsche Vocals, orchestrale Passagen, wuchtige Riffs und
elektronische Synthesizer.
Was definitiv zum Abwechslungsreichtum des Albums beiträgt, sind die Gastmusiker, die ihren Beitrag zu verschiedenen Songs leisten. So steuert Charlotte
Wessels ihre Stimme zu "Karma Loop" bei. Beide Stimmen (Treys und Charlottes) harmonieren wunderbar miteinander, was allerdings dem Song seinen leichten
Pop-Vibe nicht nehmen kann. Sorry, da fehlt mir etwas. "Push That Rock" kann hier mit dem Überraschungsmoment punkten. Der Song ist eher bluesig und hat sich
beim Stoner-Rock bedient. Ein definitiver Anspieltipp ist "Where The Edges Meet". Eingängiger Refrain, dazu schon fast an moderne In Flames erinnernde Parts.
Sehr interessant.
Es folgt "Gunslingers Of The New American Desert". Man beginnt mit einem Intro, das einem Italo-Western entsprungen sein könnte. Bildet euch mit dem
Videoclip zum Song selbst ein Urteil
"Desolation Throne" und "Thoughts In Free Fall", letzterer mit Dave Davidson von Revocation an der Gitarre, sind richtige Nackenbrecher, die trotzdem ihren
progressiven Touch haben. "The River" ist ein aktustisches Stück, lediglich am Klavier gespielt, bei dem Treys Stimme so richtig zur Geltung kommt. Für mich
definitiv ein Anspieltipp!
Und im Anschluss kommt noch ein Anspieltipp. "Tempus Fugue", mit Powerfrau Chaney Crabb am Mikro ist eine atemberaubende musikalische Reise. Hier verliere
ich bewusst nicht viel Worte. Einfach anhören!
Was IN VIRTUE gut machen ist Abwechslung und Dynamik geschickt in ihre Musik verweben. Jeder Teil der Band zeigt, was er kann, ohne dabei aufdringlich oder aufgesetzt zu wirken. Am Ende fehlt allerdings für ein rundes Gesamtbild allerdings ein wenig der Zugang, da die Songs hier und da doch etwas sperrig wirken.
BB
7 / 10